Dein Baby will ständig getragen werden. Sobald du es ablegst, fängt es ganz bitterlich an zu weinen. So gerne du dein Baby auch trägst, es strengt einfach an. Hier ein paar Tipps für dich.

Dein Baby weint, sobald du es ablegst | Wenn die Heulmaus keinen Raum für dich selbst lässt

Dein Baby ist gefühlt 24 Stunden im Tragetuch oder in deinen Armen. Es ist bei dir, wenn du auf die Toilette gehst, wenn du das Treppenhaus putzt und wenn du das Essen zubereitest. Sobald du es ablegst, fängt es ganz erbärmlich an zu weinen. Du denkst, dass es Bauchschmerzen hat, wie so viele Neugeborene in den ersten Wochen. Ab dem 4. Lebensmonat ändert sich das ganz bestimmt, davon bist zu überzeugt. Mittlerweile seid ihr schon im 6. Lebensmonat angelangt und kaum etwas hat sich geändert. So gerne du dein Baby auch bei dir hast, es strengt einfach an. Der Papa ist tagsüber in der Arbeit und auch sonst hast du niemanden, der dir das Baby zeitweise abnehmen könnte. Womöglich würde dies auch gar nicht funktionieren, weil dein Baby auch abends, wenn Papa zuhause ist, nach seiner Mama verlangt.

Die Heulmaus, wie wir sie liebevoll genannt haben, macht es dir wirklich nicht einfach. Nur was kannst du tun, wie kommst du entspannt durch diese anstrengende Phase, ohne dass es dich und dein Baby noch mehr Tränen kostet?

Lehn dich doch einen kurzen Moment zurück, atme 10x gut ein und aus, erschaffe ein Bild von deiner ganz persönlichen Heulmaus und lies weiter.

Tipps, die dich vor einem Nervenzusammenbruch bewahren

Liebe Mama,

Du hast gerade ganz viel zu tragen; dein Kind, deine Gefühle und ganz viel Unsicherheit. Vielleicht bist du auch manchmal verzweifelt und für mich ist das immer eine Notlage. Denn, wenn man sich ganz verliert in den Tränen und Bedürfnissen des Babys und kein Momentchen mehr für sich hat, unter Schlafmangel leidet und gerade aus dem Wochenbett raus ist, dann ist man in einer Notlage.

Und deshalb bin ich der Meinung, dass du dir Hilfe holen musst. Denn leider sind das genau die Situationen, in denen Mamas, die ihre Kinder über alles lieben, sich das Baby sehnlichst gewünscht haben, ihr Baby einfach liegen lassen oder gar schütteln. Aus lauter Verzweiflung. Und ich kann das sehr gut verstehen. Bei mir gehen da alle Alarmglocken an, wenn mir das meine Klientinnen erzählen.

Also, warte nicht zu lange, warte nicht bis du völlig ratlos und entkräftet bist, sondern geh mit deinem Baby in eine Schreibabyambulanz. Oder ins Krankenhaus. Stationär; und wenn es nur dafür gut ist, dass du weisst, dass du jederzeit eine kompetente Hilfe kommen lassen kannst und vielleicht mal 1-2 Stunden Schlaf am Stück bekommst, kein schlechtes Gewissen haben musst und das Weinen nicht mehr ertragen musst für den Augenblick.

Wenn dir dieser Weg zu absurd erscheint (was ich verstehen kann), gehe zu deinem Hausarzt oder zum Kinderarzt und lass dich dort beraten. Manchmal wissen aber Ärzte auch keinen Rat. Falls du den Rat bekommst noch etwas Geduld zu haben, dann lies bitte noch mal den vorigen Absatz.

Sprich dein Thema vor allem offen an, denn auch wenn du nicht von allen verstanden wirst, so wirst du Entlastung finden, offen zu sein. Und wer weiß, vielleicht findest du so auch schneller wieder zu etwas mehr Ruhe, vielleicht findest du Unterstützer/innen und verständnisvolle Menschen um dich rum, die das gleiche Problem hatten oder haben.

Liebste Grüße,

Mika

Mika-Kienberger-Doula-in-Stuttgart

Doula und Family Care Nurse

Mika Kienberger
mail@wunschgeburt.de

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