Fragt ihr euch auch ab und an, wo die Kleidung herkommt, die ihr und/oder eure Kinder am Körper tragen? Gut so! Denn umso mehr Menschen nachfragen, desto besser werden die Arbeitsbedingungen für die Produzenten langfristig werden.

Rana Plaza und der Fashion Revolution Day

Ihr erinnert euch an den Einsturz der Textilfabrik in Rana Plaza (Bangladesh) vor ziemlich genau 5 Jahren? 1134 Tote und rund 2500 Verletzte aufgrund von Fahrlässigkeiten und unzureichenden Sicherheitsvorkehrungen. Ein tragischer Unfall, der Menschen aus aller Welt schockierte, namhafte Labels, deren Kleidung dort konfektioniert wurde, erblassen ließ und Konsumenten wachrüttelte.

Damals wurde der Fashion Revolution Day oder auch die Fashion Revolution Week ins Leben gerufen. Ziel der Kampagne ist es, den Konsumenten, also uns alle, dazu zu bewegen Fragen zu stellen. Schlüsselfrage soll sein: „Who made my clothes?“ Unter dem Hashtag „whomademyclothes“ kann jeder ein Selfie von sich unter Einblendung der Frage nach dem Ursprung seiner Kleidung in den Social Media posten. Ziel dabei ist es, die Öffentlichkeit zum Nachdenken zu bewegen und eine größere Transparenz von den Textilunternehmen einzufordern; Transparenz als erster Schritt hin zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen in Produktionsstätten verschiedener Ursprungsländer.

Frag nicht, denn die Antwort willst du sowieso nicht hören!

I made your clothes - Faire Babykleidung made in Peru TitelSo dachten viele Menschen noch bevor die teils menschenunwürdigen Herstellungsbedingungen von Produkten, die uns tagtäglich begleiten, in den Fokus der Presse gerückt wurden. So schlimm der Fabrikeinsturz von Rana Plaza auch war, bewegte er doch etwas Positives in unserer Gesellschaft. Immer mehr Menschen begannen hinzusehen, nachzufragen, einfach aus dem Grund, weil sie nicht mitverantwortlich sein wollten für das Leid, das auf vielen Teilen dieser Erde im Namen der Fast Fashion Industry geschieht. Aus „Don´t ask!“ wurde „Who made my clothes?“

Auch gibt es immer mehr Unternehmen, die auf Transparenz setzen, die Fragen beantworten, Bilder zeigen oder sogar zu einem Fabrikbesuch einladen. Gut so, denn nur so kann sich langfristig etwas ändern, in Hinblick auf unser Konsumverhalten, aber auch in Hinblick auf die Wertschätzung, die wir all jenen Menschen entgegenbringen, die die Produkte, die wir konsumieren, fertigen.

We made your clothes | Peruanerinnen nähen unsere Babykleidung

Ein kleines sympathisches Team um die zweifache Mutter Rosario fertigt in Lima, Perus Hauptstadt, Bodys, Strampler und Mützchen für uns. Dafür verwendet wird schadstofffreie Pima Baumwolle. In einem sauberen, sicheren Ambiente, haben die Frauen ihren Arbeitsplatz, ihre Nähmaschine und allerhand Handwerkzeug, das für den Zuschnitt, die Konfektion, die Qualitätskontrolle und die Vorbereitung für den Versand nach Deutschland benötigt wird.

Keine unwürdigen Arbeitszeiten, keine giftigen Dämpfe, dafür aber ein schönes Miteinander, was das freundliche Lächeln der Näherinnen zeigt. Wir waren im Frühjahr diesen Jahres mit unseren beiden kleinen Jungs vor Ort und konnten den Näherinnen direkt über die Schulter schauen. Zunächst etwas schüchtern, brach das Eis sehr schnell, was wohl mitunter an unseren beiden Nachwuchsunternehmern lag. Während unser 4-jähriger Miguel die Nähmaschinen und Zuschnitte begutachtete, durfte Lisandro unsere neuesten Muster anprobieren.

Und allein schon, dass sich unsere Kinder wohlfühlten zeugte von einem positiven Arbeitsklima. Denn gerade Kinder reagieren besonders feinfühlig auf Missstimmung oder ein angespanntes Ambiente.

Hier nun ein paar Bilder von Rosario und ihrem Team und damit ein kleiner Blick hinter die Kulissen von Mama Ocllo Babymode.

I made your clothes - Faire Babykleidung made in Peru (3)
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