Ob der Weihnachtsmann wohl auch Wunschzettel liest, die auf einen Blog gestellt werden? Hm, lassen wir es dieses Jahr darauf ankommen.

Mein Wunschzettel an den Weihnachtsmann

Lieber Weihnachtsmann,

dieses Jahr wünsche ich mir …

  • meinen Kaffee bald mal wieder heiß trinken zu dürfen.
  • duschen zu können, ohne mit einem Ohr im Schlafzimmer zu sein.
  • zu Abend essen zu dürfen, ohne bei jedem Geräusch, das aus dem Babyphone kommt, hochzuschrecken.
  • abends auf ein Gläschen das Haus verlassen zu können, ohne ständig mit einem Auge auf das Display meines Handys schauen zu müssen.
  • sonntags ausschlafen zu können anstatt um 6 Uhr von einer vollen Windel geweckt zu werden.
  • einen Urlaub ohne Internet und Handy genießen zu dürfen.

Ach lieber Weihnachtsmann, wenn ich nur ab und an wieder so leben könnte wie früher, als es Mama Ocllo noch nicht gab und auch unsere beiden Jungs das Licht der Welt noch nicht erblickt hatten. Ja, genau, lieber Weihnachtsmann, das wünsche ich mir dieses Jahr.

[Reflexionen] Hm, was aber, wenn mein Wunsch nun tatsächlich in Erfüllung geht? Würde damit gleichzeitig diese ständige Suche nach dem Sinne des Lebens zurückkehren? Und was ist mit diesem unangenehmen Gefühl der Leere … morgens direkt nach dem Aufwachen?

Nein, lieber Weihnachtsmann, ich möchte meinen Wunsch wieder rückgängig machen. Er ist aus einem Moment der Erschöpfung heraus entstanden. Ich fühlte mich müde nach einer schlechten Nacht und einem anstrengenden Tag.

Es wäre ein Tag wie immer gewesen …

6 Uhr: Lisandro brabbelt fröhlich neben mir und bedeutet mir aufzustehen
7 Uhr: Miguel hüpft quietschfidel aus dem Bett.
7-8 Uhr: wickeln, anziehen, frühstücken, Brotzeitbox füllen
8 Uhr: Fahrt zum Kindergarten
9 Uhr: jonglieren zwischen Mama Ocllo, spielen, Babykurse
13:30 Uhr: Miguel vom Kindergarten abholen
14-18 Uhr: jonglieren zwischen Mama Ocllo, spielen und anderer Aktivitäten
18/19 Uhr: Papa Gustavo kommt nach Hause (erstes Durchatmen)
19/20 Uhr: Lisandro und Miguel schlafen (zweites Durchatmen)
20-22 Uhr: Abendessen, Austausch, Mama Ocllo
22 Uhr: Feierabend (bis zur nächsten Stillrunde)

… hätte sich nicht unerwartet ein Magen-Darm-Virus zu uns gesellt.

Doch nun schlafen beide Kinder, ich atme tief durch und lehne mich erst einmal zurück. Gustavo und ich schmunzeln. Wir wissen, was wir geleistet haben und hoffen auf eine ruhige Nacht, um am nächsten Morgen von fröhlichen Kinderstimmen geweckt zu werden.

Lieber Weihnachtsmann, wenn ich es mir so recht überlege, dann hab ich nur einen einzigen Wunsch an dich:

Sorge dafür, dass alles genau so bleibt, wie es ist, denn mehr wünsche ich mir nicht vom Leben.

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