Der Röteln Antikörpertest ist Teil der Vorsorgeuntersuchungen während der Schwangerschaft. Die Ergebnisse werden in den Mutterpass eingetragen.

Was ist ein Röteln Antikörpertest?

Um eine Gefahr für dein ungeborenes Baby durch eine Rötelninfektion ausschließen zu können, wird der Röteln Antikörpertest im Zuge der Vorsorge einer jeden Schwangerschaft durchgeführt. Immun bist du dann, wenn du entweder bereits eine Rötelninfektion durchgemacht hast oder über den notwendigen Impfschutz verfügst.

Den Mutterpass verstehen - Der Röteln-Antikörpertest

Wie gefährlich ist Röteln für dein Baby?

Neben der Bestimmung von Blutgruppe und Rhesusfaktor zählt der Röteln Antikörpertest zur Vorsorgeuntersuchung einer jeden Schwangerschaft. Denn Röteln stellt eine große Gefahr für dein ungeborenes Kind dar.

Röteln (med. Rubella) zählt zu den hoch ansteckenden Infektionskrankheiten. Ausgelöst durch Viren reicht jedoch eine einmalige Infektion, um für den Rest des Lebens gegen Röteln immun zu sein. Dabei handelt es sich um eine klassische Kinderkrankheit, gegen die in den meisten Fällen schon früh geimpft wird.

Eine Röteln-Infektion bei Kindern verläuft meist harmlos. Steckt sich jedoch eine schwangere Frau mit dem Virus an, kann dies schlimme Folgen für das Ungeborene haben. So kann es zu Missbildungen, Fehl- oder Frühgeburten kommen.

Rötelnviren werden über Tröpfcheninfektion übertragen, d.h. über Husten, Küsse und Niesen. Einmal infiziert, kann der Virus über das Blut der Mutter auf das ungeborene Baby übergehen.

Ein Impfschutz gegen Röteln wird empfohlen, ist aber nicht verpflichtend. Um eine Ansteckungsgefahr zu verringern, solltest du während der Schwangerschaft Kindergärten und Schulen meiden, bei denen Fälle von Röteln aufgetreten sind. Im Normalfall informieren die Einrichtungen über Röteln-Erkrankungen, die gerade umgehen.

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Wann bin ich gegen Röteln immun?

Eine vollständige Immunität ist erst mit der zweiten Röteln-Impfung garantiert. In diesem Fall wirst du in deinem Mutterpass ein Kreuzchen im Feld JA unter Röteln-Impfung finden. Sollte kein ausreichender Impfschutz gegeben sein, wird der Röteln Antikörpertest Auskunft über die Wahrscheinlichkeit einer Immunität.

Mithilfe eines Bluttests wird überprüft, ob bei dir Antikörper gegen die Rötelnviren vorhanden sind. Im Mutterpass wirst du dazu folgende Angaben und Werte finden:

  • Der Test fällt negativ aus: es liegen keine Antikörper vor, d.h. eine Immunität gegen den Virus ist nicht vorhanden. Während der Schwangerschaft kann die Rötelnimpfung leider nicht nachgeholt. Lebendimpfstoffe stellen eine zu große Gefahr für dein Baby dar.
  • Der Test fällt positiv aus: es sind Antikörper vorhanden und ein ausreichender Schutz ist in den meisten Fällen gegeben.
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Positiver Röteln-Antikörpertest

Neben der Auskunft „negativ“ oder „positiv“ gibt euer Mutterpass Auskunft über den sog. Titerwert und/oder über die Konzentration der beiden Röteln-Antikörper Typen IgG und IgM. Über beide Werte werden Rückschlüsse über den Grad der Immunität gegen Röteln gezogen.

Was verrät der Titerwert?

Beim sog. Titerwert handelt es sich um den Antikörper-Gehalt im Blut. Liegt dieser Wert bei 1:32 oder höher (1:64, 1:128 etc.) bedeutet ist, dass du ausreichend Antikörper im Blut hast und eine Immunität gegen den Rötelnvirus gegeben ist. Liegt der Wert hingegen bei 1:16 oder niedriger sollte der Kontakt mit Rötelninfizierten gemieden werden.

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Die Röteln-Antikörper Typen IgM und IgG

Eine weitere Messmethode, die die Bestimmung des Titerwertes teilweise abgelöst hat, ist die Bestimmung der Konzentration der Röteln-Antikörper Typen IgG und IgM. Auch hierüber kann festgestellt werden, inwieweit eine Immunität gegeben ist bzw. ob aktuell eine Röteln-Infektion vorliegt.

Die IgM-Antikörper werden direkt im Anschluss an die Infektion vom Körper gebildet. Fällt der Test auf IgM-Antikörper positiv aus, liegt in vielen Fällen zum Zeitpunkt der Blutuntersuchung eine Infektion vor. Aber auch bei einem negativen Testergebnis kann eine akute Infektion nicht ausgeschlossen werden. Denn der Antikörpergehalt steigt erst mit einer zeitlichen Verzögerung zur Infektion an und kann daher nicht sofort nachgewiesen werden. Im Zweifelsfall folgen weitere Tests.

Der Röteln-Antikörper IgG

Dieser zweite Typ von Antikörpern, den ihr als IgG im Mutterpass findet, bildet sich einige Wochen nach der Infektion. Die IgG-Antikörper werden fortan allen Röteln-Viren erfolgreich den Kampf ansagen.

Bei einem Wert von 12 IU/ml und höher sind ausreichend Antikörper vorhanden, sodass von einer Immunität ausgegangen werden kann.

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Röteln in der Schwangerschaft

Besonders gefährlich für das Ungeborene ist eine Infektion der Mutter mit dem Röteln-Virus während der ersten vier Schwangerschaftsmonate. Hier kommt es in vielen Fällen zu Folgeschäden, Fehl- oder Frühgeburten.

Wird eine akute Infektion bei dir diagnostiziert, kann über verschiedene Tests festgestellt werden, ob der Virus auf das Ungeborene übertragen worden ist. Wird eine Infektion bei dir festgestellt, werden dir umgehend Antikörper gespritzt. Sollte das Ungeborene jedoch bereits infiziert sein, gibt es aktuell keine Therapieformen, die dein Baby vor Folgeschäden bewahren könnten.

Gehe sicher und überprüfe bereits mit Beginn deines Kinderwunsches, ob du gegen Röteln immun bist. Wenn nicht, solltest du spätestens zu diesem Zeitpunkt die Zweifach-Impfung nachholen.

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