Dein Baby schreit immer – zumindest fühlt es sich so an – und nichts hilft. Du weißt weder ein noch aus und würdest am liebsten einfach nur mitweinen. Manchmal kannst du deinem Baby nur helfen, wenn du dir selbst hilfst bzw. helfen lässt. Family Care Nurse Mika verrät dir, was du tun kannst.

Dein Baby schreit immer | Wenn die Heulmaus ihr Unwesen treibt

Nach einem entspannten Wochenbett, indem du, der Papa, euer Baby und das große Geschwisterkind ausreichend Zeit hattet, um euch zu beschnuppern und euch in die neue Familienkonstellation einzufinden, werden die Tage und Nächte plötzlich furchtbar anstrengend. Dein Baby schreit über Stunden, es schreit gefühlt immer. Nichts hilft. Die Windel ist sauber, der Bauch ist voll, abwechselnd trägst du, dann wieder der Papa das Baby, immer wieder verlasst ihr das Haus, in der Hoffnung, frische Luft würde für Entspannung sorgen … nichts, aber auch gar nichts hilft. Euer Neugeborenes schreit und schreit und schreit. Weder Hebamme noch Kinderarzt wissen Rat. Die einzige Empfehlung: Durchhalten, das legt sich!

Du stehst kurz vor einem Nervenzusammenbruch, weil die Heulmaus unerbitterlich ihr Unwesen treibt? Dann lehn dich einen Moment zurück, atme 10x gut ein und aus, erschaffe ein Bild von deiner ganz persönlichen Heulmaus und lies weiter.

Drei Tipps, die dich vor einem Nervenzusammenbruch bewahren

Liebe Mama,

ich weiß, du bist wirklich am Ende mit deinen Nerven und alle Tipps helfen nicht. Ich versteh dich gut. Mir ging es auch schon so und als Erstes möchte ich dir sagen: Du bist nicht allein! Andere Mütter haben auch schrecklich unleidige Babys. Wirklich. Hier nun drei Tipps für dich, die dir helfen sollen, durch diese schwierigen, nervenaufreibenden Phasen zu kommen.

Tipp 1 | Suche Unterstützung

Wenn deine Nerven jetzt gar zu blank liegen, brauchst du Hilfe. Also geh los und schau ob jemand dein großes Kind für ein paar Stunden betreuen kann. Das entlastet dich, wenn du nicht nach allem schauen musst und du kannst dich mehr dir und deinem Baby widmen. Mach das ohne schlechtes Gewissen. Denn nur wenn es dir gut geht, kann es deiner Familie gut gehen.

Tipp 2 | Tanke Kraft

Leg dich einfach mit deinem Baby hin. Ja, einfach ins Bett legen und keine Minute an den Haushalt denken. Nicht an die Wäsche, den Einkauf oder sonst was. Tank einfach Ruhe.

Wenn es dir besser geht, dann geh mit deinem Baby raus an die frische Luft und lauf. Lauf! Ja, lauf einfach. Laufen hilft und macht den Kopf frei. Dann kommst du auf Distanz und dein Baby kann sich im schaukelnden Kinderwagen beruhigen.

Tipp 3 | Akzeptiere, was nicht zu ändern ist

Ich höre immer DURCHHALTEN. Mit all den Parolen und Tipps, was du tun sollst oder kannst. Aber weißt du was? Finde dich einfach damit ab, wie es gerade ist. Nimm einfach an, dass dein Baby schreit und du nicht weiter weißt. Das geht schon klar. Und selbst wenn du Nachbarn hast, dann mach dir nichts draus. Die jammern nicht wegen Babygeschrei. Echt.

Ich kann dir auch nicht sagen, was dein Baby umtreibt. Ich kann nur sehen, dass es dich belastet und dein Baby auch deine Verzweiflung und Unsicherheit ausdrückt. Also, zeig deinem Baby, dass du es liebst, egal wie sehr es schreit. Dass du Frau der Lage bist, egal was die Nachbarn oder die anderen Mütter denken. Weil du dir Hilfe holst, zehn Mal durchatmest und einfach fünf grade sein lässt.

Ich drücke dir die Daumen, dass es dir und deinem Baby bald wieder gut geht.

Mika

Doula und Family Care Nurse

Mika Kienberger
mail@wunschgeburt.de

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