Mit eurem Kind hat sich viel verändert und die Veränderungen hören einfach nicht auf. Jedes Menschenkind, egal ob jung oder alt, verändert sich und nimmt auch seine Umgebung verändert wahr. Heute möchte ich euch deshalb, von den veränderten Umständen durch Kinder berichten.

Das neue Wesen in ihr:

Tja, schon seit Beginn der Schwangerschaft hat es sich angekündigt; die Mutation zum Muttertier lässt sich meist durch nichts aufhalten. Erst recht nicht mehr, wenn das kleine Wesen unsere Welt betritt. Es ist ein unausweichlicher Prozess, wie früher in der Pubertät. Wenn das Baby die Bühne des Lebens betritt, ist das wie früher der Rockstar! Du hast nur noch Augen für das Baby, weil es so schöne große Kulleraugen hat und dich lieblich anlächelt. Du schaust es dann ganz ehrfürchtig an und schmilzt dahin. Das kann schon zu etwas Eifersucht führen. Nicht nur bei großen Geschwistern, sondern auch beim Mann.

Als Mutter reagierst du aber auch ganz andres und deine Umgebung versteht dich vielleicht auch nicht mehr. Das ist ganz normal übrigens. Vielleicht verstehst du dich selbst auch nicht mehr. Viele Mütter haben mir erzählt, dass sie zum Beispiel keine Horrorfilme mehr anschauen können, seit sie Kinder haben. Oder dass andere Dinge, die sie früher selbstverständlich gemacht haben, für sie als Mütter jetzt plötzlich nicht mehr machbar sind. Als Mutter ist man sensibler, abgebrühter, angespannter, entspannter, weicher, strenger, und so weiter und so fort.

Klar brauchst du auch selbst Zeit, um diese Veränderungen wahrzunehmen und deiner Umgebung fällt es vielleicht auch nicht leicht, das neue Wesen in dir zu verstehen.

Das neue Wesen in ihm:

Auch der Mann wird zum Vater. Auch er verändert sich und manchmal ist das nicht so richtig nachvollziehbar. Vielleicht hat er auch ein paar (Kilo)Gramm zugenommen und ist jetzt ganz sensibel, wenn man ihn darauf anspricht. Vielleicht geht er auch viel arbeiten, vielleicht macht er plötzlich Dinge anders. Und auch hier ist viel Verständnis gefragt. Auch du Mann, brauchst Zeit. Zeit um Vater zu werden, dich neu zu erfinden. Und ja, nun, vielleicht hat sich halt auch für dich viel geändert. Dinge, die vorher keiner ahnen konnte.

Das neue Wesen neben mir:

„Bis jetzt war ich alleine, ja Mama. Und du hast Zeit für mich gehabt. Jetzt hast du sie nicht mehr so und ich weiß auch einfach nicht, was ich mit dem Bündel, das ihr da mitgebracht habt, anfangen soll. Woher auch! Ich habe ja nicht die Erfahrung die ihr Erwachsenen habt.“

So könnte ein großes Geschwisterkind reagieren. Vielleicht ein wenig unsicher, eifersüchtig, unsensibel. Je nach Alter. Weil es nicht weiß, was es bedeutet. Viele Kinder lieben ihre Geschwister, aber nun ja, wenn wir ehrlich sind, kann man nicht viel mit ihnen anfangen. Aber das ändert sich und du brauchst dir keine Vorwürfe zu machen, dass du was falsch gemacht hast.

Und dann gibt es in jeder Familie noch viel mehr Akteure, wie zum Beispiel die Großeltern, die sich auch verändern und mutieren und die man dann manchmal auch nicht mehr versteht. Oder sie bleiben die Gleichen und machen weiter wie bisher, was irritierend wirken mag, wenn sie auf Weltreise gehen, statt sich um das Enkelchen zu kümmern. Sieht mit Freunden übrigens ähnlich aus.

So kann schon eine ganze Welt aus den Fugen geraten und manchmal hilft reden nicht mehr. Gut, reden hilft immer sag ich. Aber manchmal kann auch ein Blick von Außen durch einen Profi zum Beispiel bei Eifersucht des großen Kindes besser helfen. Es gibt tolle Erziehungsberatungsstellen, die einfach unterstützen können. Auch in der Partnerschaft, wenn man das „neue Wesen“ des anderen nicht versteht.

Es braucht Zeit und Geduld und ganz viel Verständnis um Eltern zu sein und oft kommen wir so schnell gar nicht mit der Veränderung zurecht.

Ich wünsche euch von Herzen alle Geduld der Welt und gutes Gelingen!

Deine Mika

Geburtsbegleiterin Mika Kienberger
Email: mail@wunschgeburt.de

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