Mmh, lecker, wer liebt sie nicht die Kokosnuss? Mit Kokos verbinden wir Urlaubsfeeling, Sommer, Strand und Meer. Kokos verleiht dem Sommerdessert, der Eiscreme aber auch dem Sommer-Coctail eine ganz besonders feine Note. Und das Beste daran, Kokos ist gesund, zumindest für uns Konsumenten. Doch wie sieht es mit der Herkunft der Kokosnuss aus? Haben die Kokos-Bauern auch etwas von uns Schlemmermäulern?

SoloCoco schafft mit der Kokosnuss Arbeit für alleinerziehende Mamas

SoloCoco Faires Kokosöl schafft Arbeitsplätze in der Karibik
Alleinerziehende Mütter in der Karibik finden Arbeit bei SoloCoco

Erst kürzlich bin ich über Instagram auf das sympathische Unternehmen SoloCoco aufmerksam geworden. Martin Luz, Gründer von MaLuFair und Vertreiber von SoloCoco in Deutschland, postet regelmäßig leckere Rezeptideen, die zum Nachmachen einladen, z.B. einen Schoko-Bananenkuchen mit Kokosöl oder Kokosmehl-Crepes. Als Toppings werden gerne Kakao Nibs verwendet, die ebenfalls über den firmeneigenen Onlineshop erhältlich sind.

Bio, Fair, Gesund lautet der Slogan von SoloCoco. Klingt irgendwie nach Mama Ocllo, dachte ich mir. Und so recherchierte ich ein wenig über SoloCoco und stellte schnell fest, dass die Philosophie dahinter im Wortlaut unserer sein könnte. Kurzentschlossen kontaktierte ich Inhaber Martin Luz und es stellte sich heraus, dass unsere Ziele tatsächlich sehr ähnlich sind. Wir wollen Gutes tun in Lateinamerika und gleichzeitig schöne gesunde Produkte hierzulande auf den Markt bringen.

Während unser Herz für Peru schlägt, hat Martin seines an die Dominikanische Republik verloren. Nun aber möchte ich euch wenig von der Story hinter SoloCoco und natürlich dem Besonderen ihrer Produkte erzählen.

Vom Einkäufer zum Social Entrepreneur

Warum braucht es eigentlich oftmals erst eine Krankheit oder einen Schicksalsschlag bevor ein Umdenken hin zu einem gesünderen, nachhaltigen Leben stattfindet? Scheint eine ganz menschliche Eigenschaft zu sein. Auch Martin Luz hatte mit einer langwierigen Krankheit zu kämpfen. In dieser Zeit führte ihn der Weg als Tourist in die Dominikanische Republik, wo er und seine Frau das karibische Kokosöl für sich entdeckten.

Wenig später, das war im Jahr 2016 kaufte er erstmals für seinen eigenen Onlineshop Produkte ein, und zwar von dem dort ansässigen Unternehmen SoloCoco. Damit brachte er das erste Bio Kokosöl in Rohkostqualität aus der Dominikanischen Republik auf den deutschen Markt.

Apropos, als ich unsere Magdalena (Marketing-Support), die aktuell von der Dominikanischen Republik aus für uns Arbeit, nach SoloCoco fragte, war ihr das junge Familienunternehmen sofort ein Begriff, da auch sie die besonders gute Qualität bereits für sich entdeckt hatte. Ja, so schließt sich der Kreis!

Gesundes Kokosöl in Rohkostqualität

Wie beim Olivenöl findet ihr im Supermarkt oder Bioladen Öl aus verschiedenen Herstellungsprozessen. „Kalt gepresst“ soll besonders gesund sein, das hat sich mittlerweile herumgesprochen. SoloCoco hat eine besonders schonende Produktionsmethode (DME®-Prozess) weiterentwickelt, bei die Rohkostqualität weitestgehend erhalten bleibt.

Ähnlich wie bei unserer Pima Biobaumwolle geht es bei den Produkten von SoloCoco darum, die naturgegebenen Eigenschaften zu erhalten, denn das ist es, was die hohe Qualität ausmacht. Baumwolle, die durch diverse chemische Prozesse läuft verliert ihre natürliche Atmungsaktivität. Kokosöl, das zu sehr erhitzt wird, oder durch die Hinzugabe von Chemikalien herausgelöst wird, büßt deutlich an Nährstoffen ein.

Hier könnt ihr die Arbeitsschritte der Produktionskette von SoloCoco Kokosöl nachlesen: Faires und gesundes Kokosöl.

Gut zu wissen: die Kokosnussschalen werden nicht weggeworfen, sondern zur Beheizung der Trockentische benutzt!

Faires Kokosöl, das Arbeitsplätze für alleinerziehende Mütter schafft

Die Dominikanische Republik, die Urlauber als aller Welt anlockt und verzaubert, ist ein wunderschöner Fleck Erde. Weiße Sandstrände, glasklares Meer und Sonne in Hülle und Fülle. Aber die Bewohner des Inselstaates sind größtenteils arm. Es gibt kaum Arbeitsplätze, abgesehen von der Tourismusbranche und es gibt noch weniger Chancen für all jene, die nach einem Ausweg aus der Armut suchen.

Ich kann mich gut an Nelson erinnern, den ich vor langer Zeit über das Internet kennengelernt hatte (keine Sorge, das war keine Partnerbörse). Nelson lebte vom Tourismus, er kam aus sozial schwachen Verhältnissen. Und Nelson war sehr wissbegierig, er suchte Wege hin zu einer besseren Zukunft. Also lernte er in der wenigen Freizeit, die ihm blieb, die deutsche Sprache. Einmal bat er mich, ihm ein deutsches Buch zu schicken, damit er üben konnte, denn Bücher waren zu diesem Zeitpunkt in der Dominikanischen Republik Mangelware und damit kaum finanzierbar. Damals erkannte ich, dass es nicht Spendengelder sind, die zur Entwicklung eines Landes oder auch eines Menschen beitragen. Wissen ist es, das Perspektiven schafft und damit Bildung im Allgemeinen. Das Problem ist nur, Wissen ist nicht überall auf der Welt gratis zu haben. Wir sind hier sehr verwöhnt. Bildung in der Karibik kostet also Geld und um an das notwendige Geld zu kommen, braucht es einen Arbeitsplatz.

Und hier setzt SoloCoco an. Etwa 10 Millionen Menschen leben in der Dominikanischen Republik, die Hälfte davon sind Frauen und darunter schätzungsweise 1,5 Millionen alleinerziehende Mütter. Rund 80 Frauen, die alleine für das Familieneinkommen aufkommen müssen sind aktuell bei SoloCoco beschäftigt. Faire und menschenfreundliche Arbeitsbedingungen werden dabei ganz groß geschrieben. Fairness bedeutet für SoloCoco folgendes:

  • Bezahlung liegt mind. 30% über dem Mindestlohn
  • Krankenversicherung inklusive
  • Finanzierung von Schulutensilien für die Kinder
  • Mitarbeiterwohnungen werden nach und nach errichtet

Das ist Entwicklungsarbeit, wie sie meines Erachtens sein sollte: nachhaltig, fair, gesund, weil sie genau da angesetzt, wo sie wirklich benötigt wird. Ich freue mich SoloCoco entdeckt zu haben und möchte an dieser Stelle noch darauf hinweisen, dass es sich hierbei um keinen sponsored post handelt, sondern vielmehr um den Anfang einer sympathischen Kooperation 🙂

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