Peruanische Pima Baumwolle ist die Königin aller Baumwollarten. Wer sie einmal berührt hat, wird ihr ein Leben lang verfallen sein.

Was ist Pima Baumwolle?

Das Foto zeigt ein Feld mit reifer Pima Baumwolle

Pima Baumwolle (Gossypium barbadense) hat ihren Ursprung in Peru. In den fruchtbaren Flusstälern Nordperu reifen bis zu 55 mm lange golden-beige Naturfasern heran, die in behutsamer Handarbeit geernet und verlesen werden.

Nur etwa 5% der gesamten Baumwolle, die weltweit geerntet wird, entspricht den Eigenschaften von Pima Baumwolle. 1% davon wird auf bio-zertifizierten Landstrichen angebaut. Dies erklärt, warum die peruanische Baumwolle so kostbar und zugleich teuer ist.

Die peruanische Luxusfaser ist um ein vielfaches weicher als die meisten anderen Baumwollarten. Einzig mit feinster ägyptischer Giza Baumwolle, deren Ursprung ebenfalls in Peru liegt, lässt sie sich vergleichen. Im Licht glänzt und schimmert sie wie Seide, ganz so als hätte sie den Prozess einer chemischen Merzerisation durchlaufen. Und doch: für ihre „natürliche Merzerisation“ ist allein Mutter Natur verantwortlich.

Aufgrund ihrer seidenähnliche Eigenschaften hat Pima Baumwolle hat im Laufe der Jahre viele Beinamen erhalten. Die einen sprechen vom „Juwel aus Piura (Joya Piurana)“, andere von der „Seide Südamerikas“, und wieder andere glauben in der Bezeichnung „vegane Seide“ ein adäquates Begriffspaar gefunden zu haben.

Das Besondere von Pima Baumwolle

Peruanische Pima Baumwolle ist selten, selten weich, aber auch selten auf dem Markt. Und Pima fühlt sich weicher an, ist hautverträglicher und langlebiger als Baumwollarten mit kürzeren Fasern.

Die wichtigsten Eigenschaften der peruanischen Baumwolle auf einen Blick:

  • Haptik: Pima ist kuschelig weich und samtig glatt.
  • Thermik: Die extra lang stapelige Baumwolle ist temperaturausgleichend und atmungsaktiv aufgrund der isolierenden Wirkung der Pimafaser. Im Winter speichert sie Körperwärme, im Sommer kühlt sie die Haut.
  • Anti-Allergen: Pima wird für Menschen mit Hauptproblemen empfohlen (➽ Babykleidung bei Neurodermitis)
  • Tragegefühl: Pima-Stoffe ähnlich in ihrer Haptik tierischer Seide. Und sie bieten ein sehr leichtes Tragegefühl.
  • Optik: Die Stoffe glänzen auf natürliche Weise und sehen daher besonders edel aus.
  • Langlebigkeit: Pimastoffe sind sehr widerstandsfähig und langlebig.
Babys tragen Kleidung aus Bio Pima Baumwolle

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Wo liegt der Ursprung der peruanischen Luxusfaser?

Pima Baumwolle stammt ursprünglich aus Peru. Vor vielen Jahren reiste sie über den Atlantik nach Ägpyten und von dort aus über die Vereinigten Staaten zurück nach Peru, wo wir sie heute als die Königin aller Baumwollarten kennen und schätzen. Denn nirgends wachsen weichere Baumwollfasern heran, als in den fruchtbaren Flusstälern rund um Piura.

Als Pima-Indianer wurden übrigens verschiedene indigene Bevölkerungsstämme des heutigen Nordamerikas bezeichnet, die sich selbst „O´dham, Au-Authm oder O´ob“ nannten. Da sie von den Europäern zur Kultivierung der ägyptischen Extra Long Staple (ELS)-Baumwollart Mitafifi eingesetzt wurden, benannte man diese hochwertige Naturfaser nach ihnen.

Je nach Anbaugebiet trägt Pima heute verschiedene Namen. In Peru ist es Pima Baumwolle, in Ägypten kennt man sie als Giza, in den USA als Supima.

Wo wird Pima Baumwolle angebaut?

Die extra lang faserige (ELS = extra long staple) Baumwolle wird aktuell in Peru, Australien, Israel und in den USA kultiviert.

Besonders hochwertig ist Pima Baumwolle aus Nordperu oder dem Nildelta. Denn dort sorgt das harmonische Zusammenspiel von Sonne, Böden und Feuchtigkeit für besonders lange und weiche Fasern.

Peruanische Pima Baumwolle wird in den fruchtbaren von den Anden gespeisten Flusstälern der nördlichen Region Piura (Alto Piura, Medio Piura, Bajo Piura, San Lorenz, El Chira) kultiviert.

Handpflückung und Handlese

Peruanische Pima Baumwolle wird handgepflückt und handverlesen. Dadurch wird garantiert, dass nur reife Kapseln geerntet und weiterverarbeitet werden. Anders als bei der maschinellen Ernte schont Handernte die Luxusfasern und schützt sie vor Beschädigungen.

Denn mit modernen Entkörnungsmaschinen werden pro Tag 700-1500 kg an Baumwollkapseln geerntet, darunter unreife und beschädigte Kapseln. Eine Maschine ersetzt mindestens 20 Arbeiter, die bei der Handernte zum Einsatz kommen.

Weiterführende Links:

➽ Grundwissen Baumwolle (inkl. Infografik zum kostenlosen Download)
➽ Pima Baumwolle: das Material für empfindliche Haut

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