Tanguis Baumwolle ist beinahe so weich wie Pima Baumwolle. Doch die Fasern sind – anders wie die von Pima – strahlend weiß. In Peru spricht man von dem „weißen Gold“.

Was ist Tanguis Baumwolle?

Tanguis Baumwolle zur Erntezeit

Als Tanguis Baumwolle (Gossypium barbadense tanguis) wird die besonders widerstandsfähige und weiche Baumwolle bezeichnet, die Peru einst aus der Baumwollkrise verhalf und heute zu den besten Baumwollarten weltweit zählt. Mit einer Faserlänge zwischen 29 und 33 mm ist sie auch bekannt als der kleine Bruder von Pima Baumwolle.

Das Besondere an Tanguis (Bio-) Baumwolle

Das weiße Gold Perus reift im Cañete-Tal, südlich von Lima (Peru), zu herrlich flauschigen, extra langen Fasern heran. Im Unterschied zu vielen anderen Baumwollwarten verfügt Tanguis über ein sehr tief reichendes Wurzelwerk. Sie holt sich also das meiste Wasser aus dem Erdreich, sodass eine geringere externe Wasserzufuhr notwendig ist.

Und hier nochmal die wichtigsten Eigenschaften von Tanguis Baumwolle auf einen Blick:

  • Haptik: Tanguis Baumwolle ist dank der langen Naturfasern sehr weich.
  • Thermik: Stoffe aus Tanguis sind extrem absorbierend.
  • Langlebigkeit: Die peruanische Baumwolle ist widerstandsfähig und langlebig.
  • Anti-Allergen: Tanguis aus ökologischer Landwirtschaft ist anti-allergen und hautberuhigend.
Kuscheltiere und Puppen aus Bio Tanguis Baumwolle

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Der Ursprung der kostbaren Baumwolle

1901 wurde Peru von einer Baumwollkrise erschüttert. Starker Pilzbefall legte den Anbau beinahe lahm. Gut 10 Jahre später gelang es dem Agrarexperten Fermín Tangüis eine Baumwollart zu züchten, die der Baumwollindustrie zu einem neuen Aufschwung verhalf.

Die Fasern von Tanguis Baumwolle (bzw. Tangüis Baumwolle) sind rund 40% länger, als die meisten Fasern, die in der Textilindustrie zum Einsatz kommen. Besonders ist auch, dass Tanguis sehr wenig Wasser beim Anbau braucht, weil die Wurzeln so weit in die Tiefe reichen, dass die Pflanze selbst in trockenen Landstrichen ohne eine starke Bewässerung auskommt.

Heute steht die nach Fermín benannte Baumwolle ganz oben auf der Liste peruanischer Exportgüter. Es wird daraus hochpreisige Kleidung gefertigt und wir lassen aus den Garnen kuschelig weiche Stofftiere und Puppen stricken.

Wo wird Tanguis Baumwolle angebaut?

Pima Baumwolle wächst in den fruchtbaren Flusstälern Nordperus. Tanguis hingegen liebt die trockenen Böden südlich von Lima (Peru), wo mehrmals im Jahr geerntet wird.

Die Hauptanbaugebiete befinden sich in Ancash, Lima, Ica sowie Arequipa.

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