Muttermilchschmuck selber machen ist wirklich keine Kunst. Spare Geld und stelle mit nur 5 Hilfsmitteln dein ganz persönliches Erinnerungsstück her.

Muttermilchschmuck selber machen in 4 Schritten_nichtnurmama (2)

Muttermilch: das kostbarste Geschenk für eine gesunde Entwicklung

Muttermilch ist neben der Geburt das wohl kostbarste Geschenk einer Mutter an ihr Baby. Wenn die goldene Milch einmal fließt, dann fließt sie überall, egal wie gut genährt die Mutter ist und unter welchen Umständen sie ihr Neugeborenes großzieht.

Muttermilch ist aber so viel mehr als eine wertvolle Nahrungsquelle für das Baby. Über das Stillen wird die Beziehung von Mutter und Kind gestärkt, indem die Innigkeit, die in der Gebärmutter ihren Anfang genommen hat, aufrechterhalten wird. Vom Schutz der Gebärmutter an Mamas Brust, vom wärmenden Fruchtwasser an den warmen Körper, der so unbeschreiblich gut duftet und so viel Geborgenheit schenkt.

Doch irgendwann, früher oder später, ist die Stillzeit vorbei. Jetzt heißt es Loslassen, für Mama und Baby. Und dieser Schritt fällt oftmals ganz schön schwer. Was nun tun mit der Muttermilch, die im Gefrierfach lagert und darauf wartet, Babys Bäuchlein zu füllen?

Wegwerfen? Nein, dafür ist die kostbare Milch zu schade. Dann bleibt noch die Möglichkeit, sie für kosmetische Zwecke zu nutzen oder Babys wunden Po damit zu beruhigen. Ja, dafür eignet sich Muttermilch sogar ganz besonders gut. Oder aber du bastelst aus deiner Milch ein kostbares Erinnerungsstück. Ja, Muttermilchschmuck selber machen ist wirklich einfach und du wirst dich über dein Schmuckstück auf ewig an diese besondere Mutter-Baby-Zeit erinnern.

Muttermilchschmuck selber machen spart eine Menge Geld

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Muttermilch in ein unbezahlbares Gut, das so einzigartig ist, wie dein Baby. Muttermilchschmuck kann auch richtig teuer werden, wenn du ihn dir anfertigen lässt. Das muss aber gar nicht sein, denn du kannst deinen Muttermilchschmuck selber machen, zuhause und ohne aufwendiges Zubehör. Am Beispiel eines Kettenanhänger zeige ich dir, wies geht.

Das brauchst du für einen Kettenanhänger:

  • ca. 200 ml Muttermilch
  • 1 Spritze mit Nadel (bestellbar bei Amazon)
  • Harz und Härter (z.B. Kristallharz von Gedeo: beinhaltet Messbecher, Holzspachtel und Handschuhe)
  • Rohling aus Edelstahl, Silber oder Gold: vielleicht liegt in deiner Schmuckschatulle sogar ein Erbstück, bei dem der Stein herausgefallen ist; ansonsten findest du im Internet unter dem Suchbegriff „Cabochon“ Rohlinge (z.B. bei Etsy)

Anleitung „Muttermilchschmuck selber machen“:

  • Erhitze die Muttermilch einmal kurz auf der Herdplatte und stell sie im Anschluss in den Kühlschrank.
  • Ist die Milch gut abgekühlt, schwimmt ganz oben eine weiße Fettschicht; nun kannst du mit der Spritze die Flüssigkeit darunter vorsichtig abziehen, sodass nur noch das Fett übrig bleibt.
  • Jetzt bereitest du die Harz-Härter-Mischung nach Anleitung vor. Für meinen Herz-Anhänger mit einem Durchmesser von 2,5 cm habe ich ca. 10 ml der Mischung verwendet.
  • Nimm mit der Holzspachtel das Fett aus dem Milchglas und mische es gut unter das Kristallharz.
  • Gib nun die Mischung vorsichtig in deinen Schmuck-Rohling (nach Belieben kannst du nun noch ein wenig feinen Glitzerstaub darübergeben).

Und schon ist das Werk vollbracht. Nun muss dein Muttermilchschmuck nur noch ca. 24 Stunden gut aushärten. Lege den Anhänger am besten an eine Stelle, die Kinderhände nicht erreichen können.

Ja und wenn du nun auf den Geschmack gekommen bist und du noch Muttermilch-Vorrat im Gefrierfach hast, dann lassen sich zum Kettenanhänger hübsche Ohrringe, eine Brosche oder auch ein edler Ring fertigen.

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Muttermilchschmuck selber machen: eine emotionale Angelegenheit

Das Video, indem ich zeige, wie ich Muttermilchschmuck selbst herstelle, habe ich mit dem letzten Muttermilch-Vorrat gedreht, der mir aus der Stillzeit geblieben ist. Zwei Jahre lange lagerte dieser Beutel, der gerade einmal 100 ml Milch fasste im untersten Fach unserer Gefriertruhe. Ich konnte mich einfach nicht davon trennen und dies obwohl ich bereits Muttermilchschmuck gefertigt hatte.

Das Abstillen nach einer langen, intensiven Stillbeziehung ist in den wenigsten Fällen einfach. Mit dem Abstillen entlässt du deinen Säugling einen Stück in die Unabhängigkeit und es findet nach dem Durchschneiden der Nabelschnur eine zweite Trennung zwischen Mama und Baby statt.

Nun also habe ich auch diesen Vorrat aufgebraucht und ich bin glücklich darüber, welchen Weg ich dafür gewählt habe. Es ist ein wunderschönes Schmuckstück entstanden und der Prozess des Entstehens half mir, meine Stillzeit noch einmal Revue passieren zu lassen.

Wenn du – wie ich – vorhast, Schmuckstücke aus deiner Muttermilch zu fertigen, dann nimm dir Zeit dafür, schaffe einen entspannten Rahmen und genieße jeden Augenblick deines symbolischen Abschiedsrituals.

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24 Kommentare

  • Lara sagt:

    Jetzt erst die Tippfehler gesehen, sorry…
    Danke für den tollen Artikel! Ich hab mich auch mal dran versucht, aber das Fett und die Harz-Härter-Mischung haben sich immer wieder etwas getrennt, so wie man es von Fett und Wasser kennt. Nach dem Aushärten sind jetzt viele kleine Fettstippen nicht hart geworden, sodass die Oberfläche nicht glatt, sondern hubbelig ist. War das bei dir auch? Wie war denn etwa das Missverhältnis zwischen Milchfett und HH-Mischung?

    • Martina sagt:

      Liebe Lara, vielen Dank für deinen Kommentar. Hm, ich bin keine Expertin, aber bei mir hat es auf Anhieb geklappt. Vielleicht lag es an der Qualität vom Harz-Härter oder aber ich hab weniger Muttermilch benutzt wie du. Da reicht ja wirklich ganz wenig Muttermilch-Fett, um die glasklare Mischung zu trüben. Zum Mischverhältnis. Ich hab die 200ml Muttermilch genutzt, aber das Fett ist ja nicht so leicht in die Spritze zu bekommen, daher vermute ich, dass ich einfach weniger erwischt hab als du. Ich würde es auf jeden Fall nochmals versuchen. Nimm einfach mal weniger Fett und rühre es schön ein, bis dir die Trübung gefällt. Fettspuren gab es bei mir übrigens nicht, ist alles ganz einheitlich gehärtet. Hm, noch eine Frage. Welche Fassung hast du genutzt? Ob die zu tief war? Ich bin gespannt auf Versuch Nr. 2. Bloß nicht aufgeben. Das kriegst du hin und dein Schmuck wird bestimmt wunderschön!

  • Lara sagt:

    Danke für den Tipp! Weniger Fett würde bestimmt reichen, es ist komplett milchfarben. Hatte jetzt das Mischverhältnis 1:1:1. Ich hab unterschiedliche Silikonformen benutzt, also Anhänger etc ohne Fassung. Ich versuche es nochmal. 🙂 Ach und mit ungefähr 150ml Milch hatte ich etwa 1TL quarkähnliches Fett, was für 5 Anhänger gereicht hat. Komisch…

    • Martina sagt:

      Ja, an dem Fett wird es vermutlich gelegen haben. Ich hab Muttermilch verwendet, das ich eine ganze Zeit im Gefrierfach gelagert hatte. Vielleicht hat sich da der Fettgehalt etwas verringert. Da kenn ich mich nicht so gut aus. Aber auf einen TL bin ich nicht gekommen. Umso mehr Harz-Härter desto fester wird der Schmuck sicherlich auch. Probiers mal mit ganz wenig Fett, gerade so, dass die Mischung leicht milchig wird. Ich bin gespannt. Ist ja eine Wissenschaft für sich und manchmal auch mit ein wenig Glück verbunden. Bei mir hat der Anhänger übrigens nur einen ganz dezenten Milchschimmer. Hab dazu noch ein wenig Glitzer untergemischt, das gibt dem Herz eine edle Note. Vielleicht starte ich demnächst noch einen weiteren Versuch, dann achte ich besser darauf, wieviel Fett ich nutze. Lieber Gruß!

  • Katja sagt:

    Hallo,
    die Anleitung klingt wirklich super einfach. Ich möchte mich demnächst auch an einem Anhänger versuchen. Hast du einen Tipp, wir ich eine Haarsträhne von meinem Kleinen auf mein Schmuckstück bekomme? Muss ich die nach dem aushärten der milchigen Schicht drauflegen und dann eine klare Schicht der Harz-Härter-Mischung darüber geben? Oder lege ich die Stange bereits in die milchige Schicht?
    LG, Katja

    • Martina sagt:

      Liebe Katja, das ist eine sehr schöne Idee! Hab ich ehrlich gesagt noch nicht ausprobiert. Ich würde folgendermaßen vorgehen (und ich werde das auch selbst noch ausprobieren): 1. Gib ein wenig Harz-Härter-Mischung in deinen Rohling. Lass diesen ein wenig aushärten. 2. Bereite derweil eine Haarlocke vor. Nimm einfach ein dickere und nicht allzu kurze Haarsträhne deines Kindes. Am besten bindest du an einem Ende ein zartes Bändchen (Faden, hübsche dünne Schnur) darum, sodass die Haarlocke schön zusammenbleibt. Mit ein wenig Haarspray bringst du die Locke in Form und sorgst dafür, dass die einzelnen Haare im Harz nicht auseinandergespreizt werden. Drücke die Haare gut zusammen oder presse sie ein wenig. 3. Erst wenn dir die Form deiner kompakten Haarlocke gefällt, legst du sie in deinen Rohling. Gib nun vorsichtig eine weitere, dünne Schicht Harz-Härter darauf. Ich würde nicht zu viel Muttermilch verwenden, damit die Haarlocke schön durchscheinen kann. Ich bin gespannt, ob das so klappt. Ich werde berichten, wenn ich es selbst ausprobiert hab. Viel Erfolg!

  • Lara sagt:

    Nach einigen Versuchen habe ich jetzt die für mich optimale Herstellungsart von Muttermilchschmuck gefunden, die ich in diesem Video Schritt für Schritt zeige:
    https://youtu.be/tHlmmYXpcM0

    Danke nochmal für deine Anregungen und deinen tollen Artikel! 😀

    • Martina sagt:

      Das ist ja großartig! Und wie schön, dass du ein Video dazu gedreht hast :). Lieber Gruß, Martina

    • Martina sagt:

      Liebe Lara, Michelle (ein paar Kommentare nach dir) fragt, wo du die Materialien für dein Video bezogen hast. Magst du uns das noch verraten?

  • Lara sagt:

    Ach, ich finde, wenn jeder seine Erfahrungen ein bisschen teilt, gelingt es bei allen besser. Schließlich haben glaube ich viele zunächst einige misslungene Versuche gehabt, ich zumindest. 😉 Deine Tipps haben mir auf jeden Fall sehr geholfen, dass es dann schnell geklappt hat. 🙂

  • Michelle sagt:

    Vielen Dank für das tolle Video, könntest du ein Tipp geben woher du deine materialien zur herstellung bezogen hast?

    • Martina sagt:

      Liebe Michelle, bitte entschuldige meine späte Antwort. Das Video hab nicht ich, sondern meine Leserin Lara gedreht. Ich werde sie mal über die Kommentarfunktion fragen. Vielleicht bekommst du darüber noch bessere Infos 😉

  • Heike sagt:

    Hallo.
    Das hört sich sehr gut an. Ich habe leider nur 1 Versuch da ich recht wenig Muttermilch hatte. Darf ich fragen was du für Materialien genutzt hast?
    Welches Harz, welcher Härter, hast du auch UV Blocker benutzt?
    Welche Form?
    Liebe Grüße

    • Martina sagt:

      Hallo, ich hab die Materialien, die ich genutzt habe, im Beitrag verlinkt. Einen separaten UV Blocker hab ich nicht gebraucht. Für die Fassung hab ich einfach im Bastelladen geschaut, wo ich den silbernen Herz-Kettenanhänger gefunden habe. Vielleicht hast du ja eine alte Ringfassung oder Ohrringe, bei denen der Stein verloren gegangen ist. Schau dir doch auch mal das Video von Lara (ein paar Kommentare weiter unten) an. Sie hat auch ein paar Anläufe gebraucht, doch letztlich ist es ihr gelungen. Ich selbst kann nur die Vorgehensweise aus meinem Beitrag empfehlen, da ich damit sehr gut klar gekommen bin. Und auch ich hatte vorher keine Erfahrung ;). Viel Erfolg! Und teile gerne deine Erfahrungen mit uns. Ich hab den Eindruck, dass Muttermilchschmuck selber machen immer mehr im Kommen ist, aber schlichtweg ausreichend Info dazu fehlt. Lieber Gruß, Martina

  • Tanja sagt:

    Hallo! Vielen Dank für den tollen Beitrag! 🙂 Ich würde gerne Perlen gießen… Hat das von euch schon jemand versucht? Kann ich das Harz nach dem Trocknen noch bohren? Danke und lg Tanja

    • Martina sagt:

      Ui, da bin ich überfragt. Mal sehen, ob hier jemand Erfahrungen hat. Ich werd mich auch mal umhören 😉

  • Antje sagt:

    Wird die Flüssigkeit darunter oder die Schicht oben drauf verwendet?
    Liebe Grüße

    • Martina sagt:

      Meinst du die Schicht der Muttermilch? Du verwendest die weiße Fettschicht. Oder verstehe ich deine Frage nicht richtig?

  • Nadine sagt:

    Hat jemand vielleicht einen Link zu einem UV-Härter, mit dem man das Ganze haltbar bekommt?
    Hab noch in einem anderen Artikel gelesen, dass der selbstgemachte Schmuck nach einem halben Jahr nicht mehr schön aussieht, da das Harz vergilbt und/oder die Milch darin vergammelt.
    Hat da jemand Erfahrungen?

    • Martina sagt:

      Meinen Kettenanhänger hab ich vor über einem Jahr hergestellt (ohne UV-Härter) und da hat sich überhaupt nichts verfärbt.

  • Marie sagt:

    Ich habe das vor drei Jahren auch so gemacht. Sogar mit UV Stabilisator. Leider ist es nach über einem Jahr erst gelb und dann braun geworden 😕. Zum Glück hatte ich noch etwas eingefroren und dann beim Profi machen lassen 🙂🤍. Die Investition hat sich definitiv gelohnt 🥰

    • Martina sagt:

      Ok, danke für den Hinweis. Mein Anhänger ist vor über einem Jahr entstanden. Ich werde ihn weiter beobachten. Bisher sieht er noch unverändert aus.

  • Michelle sagt:

    Bei mir vergilbt es auch… Ich wüsste gerne wie man das verhindern kann. UV Stabilisator bringt leider nichts.

    • Martina sagt:

      Das ist wirklich ärgerlich, liebe Michelle! Ich habe nun auch noch ein paar neue Versuche gestartet. Und einmal ist es mir auch gelb geworden. Da hatte ich allerdings zu viel „Milch“ untergemischt. Meine Erfahrung ist, dass es bei ganz wenig „Milch-Partikeln“ am allerbesten wird. Und wie gesagt, ich hatte ohne UV-Stabilisator gearbeitet. Aber mal abwarten, womöglich hat hier noch bessere Tipps! Lieber Gruß, Martina

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