Abstillen – Hormonchaos – Periorale Dermatitis. Ich hatte davon erzählt (zum Beitrag). 7 Monate lang kämpfte ich mit meiner Haut, 7 lange Monate lang hätte ich mein Spiegelbild verfluchen können. Warum so eitel?! Nun ja, so hatte ich mir meine „zurückgewonnene Freiheit“ nach dem Abstillen einfach nicht vorgestellt.

Periorale Dermatitis als Reaktion aufs Abstillen

Auf Hautarzttermine muss man teils Monate warten. Auf die lange Wartezeit folgt dann häufig eine klassische Kortison-Behandlung der Ekzeme. Weder wollte ich so lange warten, noch gefiel mir der Gedanken an Kortison-Salben. Also versuchte ich alleine herauszufinden, was für mein schlechtes Hautbild nach dem Abstillen verantwortlich war.

Meine Eigendiagnose nach wochenlangen Recherchen: Periorale Dermatitis. Als Hauptauslöser wird Überpflegung der Haut genannt. Gerne spricht man auch von Stewardessenkrankheit, weil die Stewardess durch das gepflegte („überpflegte“) Auftreten, das von ihr verlangt wird, wohl besonders häufig an dieser Form der Dermatitis leidet.

Überpflegung konnte aber bei mir nicht die Ursache sein, benutzte ich doch kaum Cremes und Kosmetika. Aber wartet, ich recherchierte natürlich weiter und da, ganz unerwartet stieß ich auf einen Begriff, der sehr wohl zu meiner damaligen Situation passte: Hormonumstellungen. Im Anschluss an das Abstillen verlieren einige Frauen besonders viele Haare, andere wiederum reagieren mit Hautproblemen auf die Veränderung. Periorale Dermatitis trat in diesem Zusammenhang immer wieder als Begrifflichkeit auf. Auf einmal passte alles zusammen. Meine Ekzeme traten tatsächlich beinahe zeitgleich mit dem Abstillen meines Sohnes auf.

Und nochmal Stopp! Allein den Hormonen die Schuld in die Schuhe zu schieben, wäre wohl zu einfach gewesen. Zumal die einzige Lösung in diesem Fall bedeutet hätte, abzuwarten bis sich der Hormonhaushalt wieder normalisierte. Diese Geduld hatte ich nicht. Also vereinbarte ich einen Termin bei einer renommierten Heilpraktikerin mit Schwerpunkt Hormon- und Stoffwechselstörungen sowie Hautproblemen.

Zinkmangel, Unverträglichkeiten und der stetige Begleiter vieler Menschen: Candida Albicans. Hm, um ehrlich zu sein, verwunderte es mich nicht, dass die Heilpraktikerin in meinem Körper so manches entdeckte, das aus dem Gleichgewicht geraten war. Meine Ernährung der vorangehenden Monate war alles andere als gut gewesen. Ich konsumierte ungemein viel Zucker, Weizenprodukte und nährstoffarme Produkte. Ich konnte es mir während Schwangerschaft und Stillzeit figurtechnisch leisten, ganz nach Belieben und ohne Grenzen zu essen. Den Preis dafür musste ich nun also bezahlen.

Wie ich der perioralen Dermatitis den Kampf ansagte

Periorale-Dermatitis_Und-plötzlich-war-sie-weg_Marly-Skin-(2)

Hier in Kürze meine Therapie gegen die Ekzeme:

  • Darmsanierung (3 Monate Verzicht auf Gluten, Milch, Zucker & regelmäßige Darmspülungen): Must-Have Lektüre Darm mit Charme (erhältlich bei Amazon)
  • Dauerhafte Ernährungsumstellung (weitgehend Verzicht auf Milch und glutenhaltige Lebensmittel, zuckerreduzierte, nährstofffreie Ernährung)
  • Null-Diät für die Haut
  • Verlängerter Aufenthalt im tropischen Klima (Peru)
  • Feuchtigkeitspflege MarlySkin (erhältlich bei Amazon)

Null-Diät bei Heizungsluft und kalten Temperaturen

In Zusammenhang mit Perioraler Dermatitis wird stets eines empfohlen: Null-Diät. Was dies bedeutet? Keinerlei Kosmetika für die Haut, über Wochen, besser über Monate. Um erste Resultate sehen zu können, sollte man mindestens 28 Tage warten, denn diese Zeit braucht die Haut um sich zu erneuern. Dieser Hauterneuerungsprozess gelingt also nur bei vollständigen Verzicht auf Pflegeprodukte und Kosmetika. Helfen sollen Schwarzteeumschläge (entzündungshemmende Wirkung), frische Luft und viel Wasser. Schwarztee brachte bei mir leider wenig. Die Haut trocknete noch mehr aus und die unter Ekzemen leidenden Hautpartien wurden noch angreifbarer für schädliche Keime.

Das Abstillen und die ersten Anzeichen von Dermatitis vielen bei mir auf die kälteren Monate im Jahr. Also eine Zeit, in der die Haut durch die trockene Heizungsluft nach Feuchtigkeit ächzt. Genau jetzt sollte ich auf Cremes und Öle verzichten?! Ich muss zugeben, ich schaffte es zwar immer wieder über ein paar Wochen ohne Cremes bzw. Öle auszukommen, doch gelangte ich letztlich immer wieder an den Punkt, an dem ich es satt hatte, diese störenden Ekzeme im Spiegel zu sehen. Also experimentierte ich – vorsichtig zwar – aber dennoch entgegen der Empfehlung Null-Diät.

Wie zu erwarten, schlugen all meine Experimente fehl. Dermatologisch empfohlene Produkte für übersensible Haut, Aloe Vera, Bio-Öle, nichts brachte Besserung. Ob ich es mit Kortison versucht hätte? Ja und nein. Entgegen meiner Abneigung gegen Kortison, kaufte ich mir auf Anraten meines Hausarztes eine Tube davon. Lange hatte die Salbe mit mir jedoch nicht ihre Freude. Nachdem ich sie auf einer kleinen Hautstelle vorsichtig auftrug und sofort eine Verschlimmerung der Haut bemerkte, landete sie postum im Mülleimer.

Meine Recherchearbeit schien wenig erfolgversprechend, zumindest solange bis ich einen Hautschaum entdeckte, der endlich auf Besserung hoffen ließ.

Marly Skin: eine Wohltat für meine Haut

Nach 3-monatiger Darmsanierung vereinbarte ich kurz vor Weihnachten einen Kontrolltermin bei meiner Heilpraktikerin. Die Ekzeme waren zurückgegangen. Man sah sie noch deutlich, aber es ließ sich tatsächlich eine starke Verbesserung meines Hautbildes erkennen. Optimistisch gestimmt, ließ ich mich untersuchen und erhoffte mir den letzten Feinschliff von der Person meines Vertrauens.

Die Empfehlung lautete – neben ein paar hautstabilisierenden Präparaten – auf Aloe Vera Gel in Verbindung mit Borretschöl. Leider fand meine Haut diese Verbindung weniger charmant. Die Ekzeme wurden wieder stärker. Ich hatte das ungute Gefühl wieder arge Rückschritte gemacht zu haben. Mein Spiegelbild verriet mir dies.

Und so recherchierte ich weiter. Bis ich auf einen Schaum stieß, der versprach, bei der Abheilung von Ekzemen zu helfen, indem er das Eindringen böser Keime verhinderte und zugleich Feuchtigkeit spendete. Marly Skin (erhältlich bei Amazon) nennt sich dieser Schaum.

Viel hatte ich gerade nicht mehr zu verlieren, also bestellte ich eine Dose. Gespannt und etwas waghalsig trug ich den Schaum direkt auf meiner gesamten Gesichtshaut auf. Er fühlte sich gut an. Meine Haut entspannte sich und die trockenen Hautpartien erholten sich. Keine Verschlechterung wie dies bisher immer der Fall gewesen war. Von Tag zu Tag konnte ich beobachten, wie meine Haut schöner wurde. Klar, es gab Höhen und Tiefen, aber nichts im Vergleich zu den vorangegangen Monaten.

Heiß-tropisches Klima: endgültige Abheilung der Ekzeme

Mittlerweile hatten wir Mitte Februar. Noch wenige Tage bis zu unserer alljährlichen Reise nach Peru. Wie sehr hatte ich mir gewünscht, ekzemfrei in die Ferne zu reisen. Bis zum Abreisetag war mir dies zumindest soweit gelungen, dass ich wieder mit einem Lächeln in den Spiegel blicken konnte.

In Perus Hauptstadt Lima angekommen, verging in etwa 1 Woche und meine Ekzeme waren kaum noch zu sehen. Nach 2 Wochen Peru hatte ich endlich meine makellose Haut von vor vielen vielen Monaten wieder.

Nachsorge: weiterhin ist Vorsicht geboten

Und nun? Was wenn die Periorale Dermatitis in Deutschland zurückkehrt? So oft hatte ich in Erfahrungsberichten gelesen, wie die Ekzeme nach „heilenden“ Urlaubstagen am Meer letztlich zurückkehrten.

Wir sind seit Ende März zurück in Deutschland, bei Heizungsluft und teils winterlichen Temperaturen. Meine Haut ist schön! Und wenn ich doch einmal das Bedürfnis nach Feuchtigkeit verspüre, greife ich nach meinem wohlwollenden Marly Skin Schaum. Und wenn es irgendwann doch einmal eine reichhaltigere Pflegecreme brauchen sollte, weiß ich schon jetzt, auf welche Rezeptur ich zurückgreifen werden.

Genug zum großen Thema Periorale Dermatitis, das mich viel Kraft und Nerven gekostet hat und das ich künftig hoffentlich ad acta legen kann.

Nur so viel noch. Ich glaube nicht, dass ich das Zaubermittel gegen meine Hautprobleme gefunden habe. Vielmehr bin ich überzeugt, dass ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren zur Abheilung der Ekzeme führte. Die Darmsanierung schlug an, meine Hormone fanden auf natürliche Weise ihr Gleichgewicht wieder und das tropische Klima Perus und die Meeresbrise heilten die irritierte Haut.

Ja, vielleicht hätte es dafür gar nicht so viele Experimente gebraucht, sondern einfach nur ein paar Monate Geduld. Wie dem auch sei, ich habe viel gelernt, was meinen Körper und meine Ernährung angeht und allein dafür waren die letzten Monate besonders wertvoll.

Hinweis! In diesen Beitrag habe ich Affiliate-Links von Amazon eingebunden. Produktempfehlungen gebe ich aus persönlicher Überzeugung und unentgeltlich.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.